Festgeld vs. Tagesgeld: Anlagearten im Vergleich
Die Schuldenkrise verunsichert viele Anleger. Selbst diejenigen, die bislang immer recht risikofreudig waren, möchten ihr Geld nun in sicheren Händen wissen. Die Klassiker unter den Anlagearten sind noch immer Festgeld und Tagesgeld, welche momentan dank ihrer Sicherheit sehr gefragt sind. Doch welche Anlageart ist die bessere?
Festgeld – Die Vor- und Nachteile
Wer Geld auf einem Festgeldkonto anlegt, verfolgt damit ein Ziel – nämlich sparen. Möchte man sein Kapital für sich arbeiten lassen, ohne dass man selber etwas dazu tun muss, ist man mit Festgeld gut beraten. Hier kann man eine bestimmte Geldsumme über einen zuvor festgelegten Zeitraum anlegen und das Kapital wird zu einem festen Satz verzinst. Die Angaben des Zinssatzes gelten dabei immer per anno, also jährlich. Der Zinssatz variiert jedoch je nach Laufzeit des Festgeldkontos, wobei er bei einer kurzen Laufzeit niedrig und bei einer längerfristigen Anlage höher ist. Die Angaben der Anbieter, welche beworben werden, beziehen sich dabei stets auf den längsten möglichen Anlagezeitraum. Möchte man sein Kapital kurzfristig anlegen, so lohnt sich Festgeld oftmals nicht, da die Zinsen kaum über denen des Tagesgeldes liegen. Bei einer längeren Laufzeit ab etwa 1 bis 2 Jahren kann man hingegen mit einem weitaus höheren Ertrag rechnen. Möchte man diesen nicht manuell ausrechnen, hilft ein Zinsrechner, welcher zudem für sämtliche weitere Anlagearten genutzt werden kann. Wer demnächst einen Teil seines Kapitals als Festgeld anlegen möchte, sollte damit nicht mehr allzu lang warten, da Experten prognostizieren, dass der Leitzins aufgrund der europäischen Schuldenkrise noch weiter sinken wird. Früher oder später wird sich dies auch bei den Festgeldzinsen bemerkbar machen. Für diejenigen, die momentan keine große Planungssicherheit haben und daher kein Kapital mittel- oder langfristig anlegen möchten, ist Festgeld jedoch nicht das Richtige, da das angelegte Vermögen während des Anlagezeitraums nicht verfügbar ist.
Tagesgeld – Die Vor- und Nachteile
Der größte Nachteil des Festgelds ist gleichzeitig auch der wichtigste Vorteil eines Tagesgeldkontos. Das darauf angelegte Kapital ist nämlich täglich verfügbar und man bleibt somit stets flexibel. Da die Bank dabei nicht so mit dem Geld arbeiten kann, wie es beim Festgeld der Fall ist, bekommt der Kunde natürlich auch niedrigere Zinsen. Diese entsprechen meist in etwa dem europäischen Leitzins, der momentan recht niedrig ist und wahrscheinlich noch weiter fallen wird. Große Erträge kann man mit Tagesgeld also nicht erzielen. Vielmehr stellt ein Tagesgeldkonto eine Ergänzung zum herkömmlichen Girokonto dar, auf welchem Sparguthaben angelegt wird, das für den Notfall weiterhin verfügbar sein soll. Miese macht man mit einem solchen Tagesgeldkonto in keinem Fall, da es – wie übrigens auch das Festgeldkonto – kostenlos ist.